Alle fachgeleiteten Selbsthilfegruppen vom Verein trauernetz werden unter dem Namen nebelmeer geführt, auch die Gruppen für über 30jährige Suizidbetrofffene.
Der Verein Trauernetz setzt alles daran, sein Gruppenangebot in den verschiedenen Regionen wirksam aufzubauen und Kontinuität zu gewährleisten. Weil das Trauernetz über knappe finanzielle Ressourcen verfügt, ist das Angebot fachgeleiteter Gruppen begrenzt.
Wechsel zu Fokusgruppen
Die bisherigen offenen GRUPPEN als auch FOKUSGRUPPEN verfügen über ein beeindruckendes Potenzial. Beide Gruppen haben das Ziel, dass sich Betroffene auf dem Weg durch die Trauer gegenseitig unterstützen und einander Verständnis, Stärkung und Liebe entgegenbringen (Zitat Jörg Weisshaupt).
Grundsätzlich werden diese Ziele in beiden Gruppentypen erreicht. Bloss ist die offene Gruppe u.a. immer wieder gefordert mit Ein- und Austritten, was eine Vertiefung des Gruppenprozesses erschwert. In der Fokusgruppe bleibt die Zusammensetzung der Gruppenmitglieder stabil. Dies verleiht den Gruppenmitgliedern Halt und Sicherheit– eine wichtige Ressource in der oft chaotischen Trauer bei Hinterbliebenen nach Suizid!
Was beinhalten Fokusgruppen?
In der Fokusgruppe werden die Gruppenmitglieder aufgefordert, ihre ganze «Beziehungsgeschichte» mit dem verstorbenen Menschen in Worte zu fassen und mit der Gruppe zu teilen. Sie bereiten sich intensiv dazu vor. Das Verbalisieren der Geschichte (chronologisch!) und die starke Resonanz der Gruppe tragen u.a. dazu bei, ein gewisses Gefühl von Kontrolle wiederherzustellen.
Das Gruppenjahr ermöglicht ausserdem, den schwierigen Jahrestagen ( v.a. Geburtstag, Todestag) Raum zu gewähren und auch Anregungen für die aktive Gestaltung der Jahrestage auszutauschen.
Es bleibt viel Zeit für eine ganze Liste von Themen, wie z.B. die Frage nach dem Warum, Schuldgefühle, Wut, etc., der Umgang mit Familie und Bekanntenkreis, etc.
Das Gruppenjahr wird mit einem gemeinsamen Ritual ausserhalb des Gruppenraums abgeschlossen.
Nach Abschluss des Gruppenjahrs haben viele das Bedürfnis, sich weiterhin mit den inzwischen sehr vertrauten Betroffenen auszutauschen. Sie bilden dann einen autonomen Treff in eigener Regie.

Fachgeleitete Selbsthilfegruppe für Suizidbetroffene in St. Gallen
In der geleiteten Selbsthilfegruppe nebelmeerÜ30 St. Gallen verarbeiten die Hinterbliebenen ihre Geschichte und Trauer. Der Austausch mit Gleichbetroffenen ist dabei eine grosse Unterstützung.
Die Gruppe trifft sich jeweils monatlich am Donnerstag im Selbsthilfezentrum St. Gallen / Appenzell: Lämmlibrunnenstrasse 55, 9000 St. Gallen.
Anmeldung unter 079 270 10 10 erforderlich!
Kosten: Kostenbeteiligung nach eigenem Ermessen zwischen CHF 2.- und CHF 4.- pro Person und Abend

14-tägliche fachgeleitete Selbsthilfegruppe für Suizidbetroffene in Zürich
In der geleiteten Selbsthilfegruppe nebelmeerÜ30 Zürich verarbeiten die Hinterbliebenen ihre Geschichte und Trauer. Der Austausch mit Gleichbetroffenen ist dabei eine grosse Unterstützung.
Die Gruppe trifft sich jeweils 14täglich am Mittwoch von 19:00 – 21:00 im Selbsthilfezentrum Zürich.
Interessierte Personen melden sich bei: Greta Bigler (079 270 10 10), info@trauernetz.ch
Kosten: Kostenbeteiligung Raumbenutzung: CHF 5.00 pro Person und Abend

monatliche Treffen für Suizidbetroffene in Winterthur
Fachgeleitete Selbsthilfegruppe für Hinterbliebene
In der geleiteten Selbsthilfegruppe nebelmeerÜ30 Winterthur verarbeiten die Hinterbliebenen ihre Geschichte und Trauer. Der Austausch mit Gleichbetroffenen ist dabei eine grosse Unterstützung.
Die Gruppe trifft sich jeweils monatlich an einem Donnerstag.
Tösstalstrasse 12, 8400 Winterthur
weitere Informationen: 079 270 10 10
Anmeldung erforderlich!
Kosten: Kostenbeteiligung Raumbenutzung: CHF 4.00 pro Person und Abend
Am Monatstreff sind alle Hinterbliebenen nach Suizid ganz herzlich willkommen. Der Monatstreff findet monatlich statt und steht allen Betroffenen offen.
- 7.4.2026
- 5.5.2026
- 2.6.2026
- 7.7.2026
- 4.8.2026
- 1.9.2026
- 6.10.2026
- 3.11.2026
- 1.12.2026
Fachgeleitete Selbsthilfegruppe für Angehörige
Nach einem Suizidversuch des Partners, des Kindes oder eines Elternteils empfindet man als Familienmitglied eine Mischung an Emotionen. Einerseits ist Erleichterung und Dankbarkeit vorhanden, dass dieser uns so wertvolle Mensch den Suizidversuch überlebt hat. Andererseits stellen sich Ängste und Fragen ein, die sich auf die künftige Gestaltung der Beziehung auswirken.
In diesem Forum treffen wir uns einmal pro Monat und teilen unsere Gefühle, Gedanken und Erfahrungen miteinander. Es gibt nicht richtig oder falsch, denn wir reagieren alle unterschiedlich auf den Suizidversuch eines geliebten Menschen.
Dieses Angebot dient dem Erfahrungsaustausch in einer fachgeleiteten Gruppe – einem Ort, wo man auch Fragen und Gedanken einbringen kann, die man vielleicht nicht mit Freunden oder Familienangehörigen teilen möchte.
Infos über Zeit und Ort der Treffen: 079 270 10 10
Anmeldung erforderlich!
Diese Gruppe ergänzt das Angebot der fachgeleiteten Gruppen für Hinterbliebene nach Suizid, welche der Verein trauernetz in verschiedenen Schweizer Städten anbietet.
Flyer, 2-seitig, pdf «Fachgeleitete Selbsthilfegruppe für Angehörige»
Der Flyer kann von Privatpersonen oder Institutionen beim Verein trauernetz bestellt werden.
