Das neue Team stellt sich vor …

Livia Baumann

  • Co-Geschäftsleitung
  • Schwerpunkt Administration und Personelles
 
Zu meiner Person
Mein Name ist Livia Baumann, ich bin 30 Jahre alt und wohne in Winterthur. Ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie und mit Freunden draussen in der Natur, interessiere mich für Musik, Kochen und das Reisen.
 
Ich arbeite seit März 2024 beim Verein trauernetz mit einem Pensum von 20%. Als Co-Geschäftsführerin bin ich für die Administration, Personelles und die Buchhaltung verantwortlich. 
Ich bin seit vielen Jahren mit Jörg Weisshaupt’s Tochter befreundet. Sie hat mich auf diese Stelle aufmerksam gemacht. Ich habe in meinem Familien- und Freundeskreis bisher, zum Glück, kein Suizid erlebt und bin daher mit der Thematik nicht viel konfrontiert worden.
 
Ich wünsche mir, dass schweizweit möglichst viele Angehörige von Suizid eine passende Betreuung erleben dürfen, welche ihnen hilft, Ihren Trauerprozess zu verarbeiten und so neue Hoffnung für die Zukunft schöpfen können.
___________________

Alessandra Berti

  • Fachbereich Peers
  • Aufbau und Etablierung
  • Schulung und Betreuung der Peers

 

Zu meiner Person

Ich bin deutsch-englische Doppelbürgerin, in der Schweiz aufgewachsen. Mit 18 zog ich zum Studium nach Bristol – und blieb. Als Jugendliche empfand ich die Schweiz oft als zu eng und konservativ. Heute bin ich froh, nicht vor den 1970ern geboren zu sein. Als queere Person wünsche ich mir manchmal, noch später dran zu sein: Mein Coming-out hatte ich erst an der Uni, wo ich endlich Vorbilder und Sprache fand. Und für die Ehe für Alle hat sich die Schweiz auch noch durchgerungen, daher wohne ich auch wieder im Lande.

Soziale Gerechtigkeit ist mein Antrieb – ob als Studentenvertreterin an der Universität oder als Dokumentarfilmerin heute. Ich weiß: Gesellschaftlicher Wandel ist möglich, wenn man sich engagiert. Deshalb arbeite ich beim trauernetz: Suizid und psychische Gesundheit werden in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert. Das will ich ändern.

 

Mein Fachbereich & Einstieg

Seit März 2025 baue ich beim trauernetz das neue Peer-Angebot auf. Mein Fokus lag auf drei Schritten:

  1. Austausch mit erfahrenen Organisationen wie der Krebsliga und der Schweizer Herzstiftung.
  2. Persönliche Gespräche mit unseren acht freiwilligen Peers, die selbst Suizidverluste erlebt haben.
  3. Erarbeitung eines Leitfadens für ihren Austausch mit Hinterbliebenen.

Wir vernetzen Menschen, die schon etwas weiter in ihrer Trauerarbeit sind, mit anderen Betroffenen – in Einzelgesprächen oder als Brücke zu einer späteren Gruppenteilnahme.

 

Meine Vision für die Suizidnachsorge

Ich wünsche mir, dass wir in der Deutschschweiz flächendeckend da sind – dass niemand nach einem Suizidverlust allein bleibt. Suizidnachsorge ist auch Prävention: Studien zeigen, dass das Suizidrisiko steigt, wenn man selbst betroffen war. Gleichzeitig tragen Betroffene ein grosses Wissen in sich, das wertvoll ist. Mein Wunsch ist es, dass ihre Erfahrungen in die Gestaltung unserer Gesundheitsversorgung einfließen – und dass Nachsorge von Institutionen als selbstverständlicher Teil der Unterstützung verstanden wird.

Alessandra Berti, 27. August 2025

___________________

Greta Bigler

  • Co-Geschäftsleitung ab 01.01.2026
  • Triage und Vernetzung
  • Vorstandsmitglied Verein Forum für Suizidprävention und -forschung Zürich

 

Zu meiner Person

Ich bin Psychologie-Studentin im Master und schliesse das Studium voraussichtlich im Sommer 2026 ab. In diesem Zusammenhang habe ich in den Bereichen Psychoonkologie, Psychosomatik und in einer psychiatrischen Tagesklinik erste praktische Erfahrungen gesammelt. Hierbei wurde ich bereits viel mit Themen wie Trauer, Sterben und auch Suizid konfrontiert und merkte schnell, dass mich diese Bereiche für meine berufliche Zukunft interessieren.

Bereits früh im Leben war ich viel in der Natur unterwegs und hatte den Kindertraum, Meeresbiologin zu werden. Schnell jedoch merkte ich, dass ich die Kombination aus Sand, Salz, Wasser und Wind nicht mochte, was den Traum zerplatzen liess. Aufgrund meiner sozialen Interessen entstand die Idee, Psychologie zu studieren. Die Liebe zur Natur jedoch blieb und so bewege ich mich heute viel in den Bergen oder auf dem Rücken von Pferden. So kann ich meine beiden Leidenschaften ausleben. Das eine als Beruf, das andere als Ausgleich.

 

Mein Bezug zum Thema und zu trauernetz

In meinem Leben kam ich auf unterschiedliche Weisen mit dem Thema Suizid in Berührung. Auf der Suche nach einem sinnstiftenden Ausgleich zu meinem theoretischen Studium entschied ich mich für ein freiwilliges Engagement. Als ich auf den Verein trauernetz und das Thema Suizidnachsorge stiess, wusste ich sofort: Das ist der richtige Ort für mich.

 

Mein Fachbereich

Mein Fachbereich umfasst die Triage und die interne und externe Vernetzung. Innerhalb des Vereins zwischen Vorstand, dem neuen operativen Team und den Gruppenleitenden. Zudem stehe ich in Kontakt mit externen Fachstellen, Organisationen und Vereinen.

 

Mein Einstieg

Vier Jahre lang engagierte ich mich ehrenamtlich als Aktuarin und erhielt dabei tiefe Einblicke in die strategische Arbeit des Vereins trauernetz. Nun bin ich seit März 2025 mit einem 20%-Pensum angestellt. Anfang Juni übernahm ich die Triage von Jörg Weisshaupt mit der neuen Nummer 079 270 10 10. Durch die Bekanntmachung der neuen Nummer lernte ich das breite Netzwerk kennen, das Jörg Weisshaupt über viele Jahre aufgebaut hat. Dieses pflege ich nun mit grosser Sorgfalt weiter.

 

Meine Vision für die Suizidnachsorge

Beim Thema Suizid steht meist die Prävention im Vordergrund und es stellt sich die Frage: Wie kann man die Suizidrate verringern? Dass ein Suizid viele Menschen hinterlässt, die damit leben müssen, wird häufig übersehen. Meine Vision ist es, die Suizidnachsorge als selbstverständlichen Teil der Prävention zu etablieren. Hierbei sind mir zwei Aspekte besonders wichtig: den Ausbau der Angebote des Vereins trauernetz und die Aufrechterhaltung und Stärkung der Vernetzung mit Organisationen und Akteuren, welche mit Suiziden konfrontiert sind. So sollen Suizidhinterbliebene zeitnah und niederschwellig Unterstützung erhalten und Gemeinschaft erleben bezüglich eines Themas, das stets häufig tabuisiert wird.

___________________

Monika Riwar

  • Beratung und Schulung
  • Supervision für die Fachleitungen der Gruppen

 

Zu meiner Person

Ich bin evangelische Theologin und war einige Zeit als Pfarrerin in einer reformierten Kirchgemeinde tätig. Dann hat mich das Spezialgebiet Seelsorge und Beratung gepackt: Unterdessen bin ich seit über 26 Jahren als eidg. diplomierte Beraterin im psychosozialen Bereich und Supervisorin BSO in eigener Praxis tätig, weiter arbeite ich als Ausbildnerin bei der Beratungsausbildung bcb.

In meiner Freizeit nehme ich es gerne gemütlich. Mein Hobby erlaubt mir, gemütlich zu sitzen und trotzdem draussen in Bewegung zu sein: Ich fahre Motorrad, eine Indian Scout. Das Motorrad ist eigentlich ein transformierter Kinderwunsch, mit einem schwarzen Pferd durch die Prärie zu reiten wie Winnetou und Old Shatterhand. Ein Motorrad erwies sich als unkomplizierter: Es wartet geduldig im «Stall» bis ich wieder Zeit habe.

 

Mein Bezug zum Thema und zu trauernetz

Bereits im Pfarramt bin ich mit Familien in Kontakt gekommen, die ein Familienmitglied durch Suizid verloren haben. Auch in meiner Beratungspraxis sind Suizidgedanken oder Trauer nach einem Verlust durch Suizid immer wieder Thema.

Der Kontakt zum Trauernetz ist durch Jörg Weisshaupt, den Gründer und bisherigen Co-Geschäftsleiter, entstanden, den ich seit vielen Jahren kenne.

 

Mein Fachbereich

Ich bin verantwortlich für den Fachbereich Referate/Schulungen sowie Supervision der Fachleiter der verschiedenen Gruppenangebote für Survivors.

 

Mein Einstieg

Seit anfangs März bin ich mit 10% beim Trauernetz angestellt. Ich arbeite ich mich nach und nach in das umfassende Netzwerk ein, das Jörg Weisshaupt im Lauf der Jahre aufgebaut hat, und vertiefe die Kenntnisse zum Thema.

 

Meine Vision für die Suizidnachsorge

Suizidnachsorge wird zu einem selbstverständlichen Angebot! Es gibt bereits Angebote für Trauernde, die die Zielgruppen differenziert ansprechen und damit die unterschiedlichen Lebenssituationen und die damit verbunden Fragen und Kämpfe aufgreifen. Ich wünsche mir, dass auch Survivors nach einem Suizid Gruppenangebote finden, wo sie mit anderen Betroffenen unterwegs sein können. Und wir sind überzeugt, dass wir so auch einen wichtigen Beitrag zur Suizidprävention leisten können. Denn Survivors werden in ihrer Resilienz gestärkt, wenn sie in der Gemeinschaft mit anderen einen aktiven Umgang mit ihren Fragen und ihrer Trauer finden.

___________________

Jörg Weisshaupt

  • Gründer
  • Co-Geschäftsleitung bis Ende 2025, danach Botschafter  für trauernetz (Vernetzung und Fundraising)
  • Vorstandsmitglied Verein IPSILON bis 2026

___________________