Das Recht zu trauern

Eine Person, die jemanden durch Suizid verloren hat, hat das Recht ...

  • auf ihre eigene Art zu trauern und sich für die Trauer so viel Zeit zu nehmen, wie sie braucht.
  • die Wahrheit über den Suizid zu kennen, den Körper der verstorbenen Person zu sehen und die Beerdigung entsprechend ihren eigenen Ideen zu organisieren.
  • dass Suizid als Ergebnis verschiedener, miteinander verbundener Gründe gesehen wird, welche einen Schmerz für die verstorbene Person bedeuteten, den diese nicht mehr ertragen konnte.
  • dass ihre Privatsphäre wie auch diejenige der verstorbenen Person respektiert wird.
  • Unterstützung zu erhalten von Verwandten, Freunden, Kollegen und anderen Survivors wie auch von erfahrenen Fachleuten.
  • den Therapeuten zu kontaktieren (wenn es einen gab), der die verstorbene Person behandelt hat.
  • mit Respekt behandelt zu werden und Unterstützung zu erhalten, auch von der Polizei und von den Behörden.
  • nicht darauf reduziert zu werden, ein Survivor (Hinterbliebener nach einem Suizid) zu sein, sondern als Mensch gesehen zu werden, der verletzlich ist und auch Stärken hat.
  • zu leben: ganzheitlich, mit Kummer und Freude, frei von Stigma und Verurteilung.
  • nie mehr zu sein wie zuvor: Es gibt ein Leben vor dem Suizid und eines danach.

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