Texte von Angehörigen

Einen geliebten Menschen durch Suizid zu verlieren, ist eine schreckliche Erfahrung, die Angehörige nach dem ersten Schock in tiefste Verzweiflung stürzt und zu Schuldgefühlen und Isolation führt. Nicht selten steigt auch bei den Hinterbliebenen das Suizidrisiko erheblich. Selbsttötung löst einen langen und komplizierten Trauerprozess voller Zweifel und Fragen aus, auf die es keine Antwort gibt. Die Beiträge in diesem Buch – verfasst von Betroffenen, um das Unfassbare in Worte zu fassen – geben dem tabuisierten Thema eine konkrete, lebensnahe Sprache.

«Weshalb hat er nicht mit mir über seine Probleme gesprochen? Hat er mir nicht vertraut? Bin ich mitschuldig … ?» Die sehr persönlichen Texte wollen Menschen in einer ähnlichen Situation in ihrer Trauerarbeit unterstützen, aber auch Nichtbetroffene für das Thema sensibilisieren, um sie aus einer blockierenden Sprachlosigkeit im Umgang mit Hinterbliebenen zu führen.

Weisshaupt, Jörg (Hrsg.)
«Darüber reden»
Perspektiven nach Suizid:
Lyrik und Prosa von Hinterbliebenen
2013. 173 Seiten, Mit zahlreichen Fotografien.
sFr. 24.– / € (D) 20.50 / € (A) 21.–
ISBN 978-3-03784-036-8

Das E-Book kann direkt beim Verlag bestellt werden.

„Beim Lesen der Geschichten und Texte kann man die Erlebnisse, die Gefühlsachterbahnen und die «harte Arbeit» der Betroffenen nachvollziehen, nachempfinden und mit durchleben. Die Bände können Therapeuten verschiedenster Couleur, aber auch Betroffenen und deren Umfeld helfen, diesen Prozess zu begleiten. Die Texte fordern gleichsam auf, sie mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen und so auch für sich selber als eine Art «Resonanzkasten» zu dienen.“

Schweizerische Ärztezeitung, Eberhard Wolff, 27. August 2014

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